Oregon & Portland

Der Haystack Rock am Cannon Beach (Foto: iStockphoto.com)
Der Haystack Rock am Cannon Beach (Foto: iStockphoto.com)
Blick vom Crown Point auf den Columbia River (Foto: iStockphoto.com)
Die Multnomah Falls (Foto: iStockphoto.com)
Lobby des ACE Hotels (Foto: Torsten Kjellstrand/ACE)
Hopworks Bar in Portland (Foto: Travel Portland)
Die Timberline Lodge am Mount Hood (Foto: Timberline)
Typisch für Portland: Die Food Carts (Foto: Travel Portland)
Die besten der Donuts der Stadt gibt es bei Voodoo Doughnat (Foto: Spartacus Traveler)
Barmann im CC Slaughters (Foto: Spartacus Traveler)
Das Black Walnut Inn liegt inmitten von Weinbergen (Foto: Spartacus Traveler)
Rau und wunderschön: Die Oregon Coast (Foto: Spartacus Traveler)
Neonschild in Portland (Foto: Travel Portland)

Für einen Moment scheint die Zeit stillzustehen. Parkt man seinen Wagen am Rande des Picknick- Bereiches im Cape Lookout State Park und läuft nur wenige Meter am Strand entlang, hat man sie fast für sich allein: Die Küste Oregons ist rau, wild und voller Leben. Der Geruch von Seetang und Salz vermischt sich mit dem Duft der bis an die Steilklippen wachsenden Pinien. Von den Abbruchkanten stürzen kleine Wasserfälle direkt ins Meer, während Seevögel dicht über den Wellen nach Nahrung suchen.

Hier, am grandiosen Pacific Coast Highway auf der Strecke von Lincoln City nach Astoria, liegt einem die Natur des Pazifischen Ozeans zu Füßen. Stundenlang könnte man hier wandern, durch den feuchten Wald bis zum Kap laufen oder auf der viele Kilometer ins Meer ragenden Sandbank spazieren gehen. Dabei ist der State Park nur einer von vielen, die sich wie die Perlen an einer Schnur entlang der Küste aufreihen. Vom Highway aus eröffnen sich immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Küste, bis man schließlich den Cannon Beach mit seinem über 70 Meter hohen Felsmonolithen Haystack Rock erreicht. Der Strand gehört zu den beliebten Ausflugszielen für die Bewohner im etwa 130 Kilometer entfernten Portland. Während sie sich im Sommer hier sonnen, kommen sie im Winter zum Wale Beobachten, die dicht an Oregons Küste vorbeiziehen.

Portland, die Stadt an der Mündung des Willamette in den Columbia River, erlebte ihren Aufschwung als Holzhafen Ende des 19. Jahrhunderts. Schon wenige Jahrzehnte war es nach dem Bau konkurrierender Häfen in Seattle und Vancouver mit dem Wirtschaftswachstum vorbei – die Stadt stagnierte und verfiel bis in die 1980er Jahre hinein. Statt moderner Wolkenkratzer hat sich die Stadt ihre historisch gewachsene Struktur und viele ihrer Gebäude bewahrt, was in amerikanischen Großstädten eine Seltenheit ist. Und so erlebt man während eines Spaziergangs durch Downtown eine weitgehend intakte Stadtstruktur aus dem frühen 20. Jahrhundert. Rund um das 1869 erbaute Pioneer Courthouse ist immer etwas los – egal ob Bauernmarkt, Konzert oder Festival. Der Platz vor dem alten Gerichtsgebäude, der zudem über kostenloses W-Lan verfügt, ist ein guter Ausgangspunkt, um Portland zu erkunden. Von hier ist es nicht weit zum sehenswerten Kunstmuseum oder dem Stadtpark am Flussufer, von dem aus man einen guten Blick auf die alten Eisenbrücken über den Willamette River hat. Auch für Shoppingtouren ist der Platz ideal.

Da Oregon ohne die sonst in den USA übliche Mehrwertsteuer auskommt, lohnt sich der Einkauf allemal. Mit den steigenden Immobilienpreisen in San Francisco entdeckten in den 1980er Jahren immer mehr Künstler das gut 1000 Kilometer weiter nördlich gelegene Portland für sich. Das kreative Kapital gab Portland einen neuen Impuls. Statt abzureißen wurde saniert, Umweltfreundlichkeit wird groß geschrieben und Bio beherrscht die Speisekarten der zahlreichen Restaurants. Diese müssen nicht einmal Lokale im klassischen Sinne sein, vielmehr hat sich in Portland eine weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannte Food-Cart-Szene entwickelt. Die mobilen Küchen stehen an vielen Ecken der Innenstadt und bieten leckere Gerichte aus aller Herren Länder. Portland hat sich in den letzten 30 Jahren verändert: Die Computerbranche hat sich in der Stadt breitgemacht, Nike und Adidas-USA haben hier ihren Firmensitz und im Hafen wird inzwischen der US-Handel mit Asien abgefertigt. Doch eine Yuppie-Szene wie etwa in New York oder San Francisco sucht man hier vergebens, dafür boomt die alternative Kunstszene.

Die schwule Szene konzentriert sich rund um die West Burnside Street nördlich von Downtown. Vor allem im CC Slaughters ist am Wochenende immer etwas los. Als Bar, Bühne und Club in einem lohnt es sich in jedem Fall, hier einmal vorbeizuschauen, und sei es nur auf ein kurzes Bier. Das gibt es in Portland in großer Auswahl. Portland ist bekannt als amerikanische Hauptstadt des Bieres, zahlreiche Mikrobrauereien haben hier ihren Sitz und bieten eine große Vielfalt an dunklen und hellen Gerstensäften an.

Weinliebhaber sind dagegen im südlich der Stadt gelegenen Willamette Valley gut aufgehoben. Orgeons Pinot Noirs gelten unter Kennern als exzellente Tropfen. Wer zudem ein wenig Ruhe auf dem Land sucht, ist in dem nahe dem Städtchen Dundee gelegenen Black Walnut Inn bestens aufgehoben. Inmitten der Weinberge liegt dieses außergewöhnliche Privathotel, das seinen Gästen nicht nur schöne Blicke auf die sanften Hügel der Umgebung, sondern auch Weinproben bietet.

Wer dagegen von Portland aus Richtung Osten fährt, erlebt eine ganz andere Landschaft. Der Historic Columbia River Highway windet sich durch üppig grünen Wald entlang der Columbia- River-Schlucht und gibt immer wieder den Blick auf das breite Flusstal frei. Dutzende von Wanderwegen führen von der Straße ab zu Wasserfällen von teils imposanter Höhe. So stürzen sich nahe dem Ort Troutdale die Multnomah Falls knapp 200 Meter in die Tiefe. Der Wintergarten in der benachbarten Lodge ist ein idealer Stopp für ein kleines Mittagessen. Bei Troutdale trifft der Columbia River Highway auf die nächste Panoramastraße: Bei klarem Wetter dominiert der schneebedeckte Gipfel des Mount Hood die Landschaft um Portland, bei bester Sicht sind auch die Silhouetten von Mount St. Helens, Mount Adam und Mount Rainer zu erkennen. Der Mount Hood Scenic Byway führt östlich des knapp 3500 Meter hohen Vulkans durch ein Naturschutzgebiet zurück nach Portland.

Nicht nur Filmfans sollten sich einen Abstecher zu der auf 1830 Metern Höhe gelegenen Timberline Lodge nicht entgehen lassen. Die einst als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise erbaute Lodge aus den 1930er Jahren diente einst Stanley Kubrick für die Außenaufnahmen seiner Verfilmung von Stephen Kings „Shining“. Selbst im Hochsommer ist oberhalb der Lodge das Ski- und Snowboardfahren dank der Gletscher möglich und wer rechtzeitig reserviert, kann in der aus riesigen Holzstämmen erbauten Lodge auch übernachten.

INFO

www.travelportland.com/lgbt
Offizielle Website des Tourismusamtes mit vielen Informationen für Schwule und Lesben.

www.traveloregon.de
Viele Tipps und Infos rund um Oregon gibt es auf der deutschen Seite des Tourismusbüros. Weitere Infos auf der englischsprachigen .com-Seite.

ANREISE

Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt nonstop nach Seattle und Vancouver, von dort geht es weiter mit einem Star-Allianz-Partner wie etwa United nach Portland. Der Hin- und Rückflug von Deutschland nach Portland kostet ab etwa 700 Euro in der Economy Class. Auf Angebote der Website achten.
www.lufthansa.com

Eine reizvolle Alternative ist eine Anreise mit der Bahn ab Los Angeles oder San Francisco entlang der Pazifikküste. Amtraks „Coast Starlight“ fährt täglich von L.A. nach Seattle und macht auch Halt in Portland.
www.amtrak.com/coast-starlight-train

In Portland erreicht man alle Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß, per Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrmitteln. Für Erkundungen der Umgebung ist ein Mietwagen unentbehrlich. Bei Alamo kostet eine Woche Mietwagen ab/bis Portland ab 160 Euro.
www.alamo.de

HOTELS

Ace Hotel (1022 SW Stark Street) Kein anderes Hotel passt besser in die Stadt: Das Ace im Stadtzentrum ist eine Mischung aus Künstlerhaus und Boutiquehotel und hat für Budget-Reisende auch Zimmer ohne privates Bad, www.acehotel.com

Timberline Lodge (27500 E Timberline Road) Die am Mount Hood gelegene Lodge gehört zu Amerikas Historic Landmarks und ist ein idealer Stopp für einen Lunch oder ein guter Ausgangspunkt für Bergtouren, www.timberlinelodge.com

Black Walnut Inn (9600 NE Worden Hill Road) In dem wunderschön zwischen den Weinbergen von Dundee gelegenen Anwesen findet man Ruhe und Erholung. Rundherum gibt es jede Menge Weingüter und exzellente Restaurants, www.blackwalnut-inn.com

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