Denver

Rodeo-Reiter Kevin beim Denver Pride 2013 (Foto: Spartacus Traveler)
Fußgängerzone 16th Street Mall (Foto: Visit Denver)
Restaurant Buckhorn Exchange (Foto: Visit Denver)
County Building in Festbeleuchtung (Foto: Visit Denver)
Skyline vor der Kulisse der Rocky Mountains (Foto: Visit Denver)
State Capitol (Foto: Visit Denver)
Hotelprojekt am alten Bahnhof (Foto: Visit Denver)
Westernladen Rockmount Ranch Wear (Foto: Spartacus Traveler)
Barkeeper im Hamburger Mary's (Foto: Spartacus Traveler)
Das Capitol Hill Mansion B&B (Foto: Spartacus Traveler)
Western Art im Denver Art Museum (Foto: Spartacus Traveler)
Denver Art Museum (Foto: Spartacus Traveler)
Rodeo-Reiter Kevin beim Denver Pride 2013 (Foto: Spartacus Traveler)
Statue am Red Rock Amphitheatre (Foto: Spartacus Traveler)

Ein wenig unheimlich ist es schon. Wer sich zum Abendessen in der Buckhorn Exchange einfindet, sieht sich von unzähligen Tieren umringt. Starr blicken Büffel, Adler, Puma und Elch den Gästen über die Schulter, während diese auf ihren Tellern die Küche des Wilden Westens finden: Steaks von Wapiti Hirsch und Bison stehen in dem urigen Restaurant ebenso auf der Speisekarte wie frittierte Klapperschlange. Der Geschmack des Westens – in Colorados ältestem Restaurant mit der staatlichen Schanklizenz Nummer 1 aus dem Jahr 1893 gerät er zum kulinarischen Abenteuer.

Auf Abenteuer ganz anderer Art mussten sich die ersten Goldgräber einstellen, die es quer durch die Prärie an den Fuß der Rocky Mountains zog. Seit 1876 ist Denver die Hauptstadt des amerikanischen Bundesstaates Colorado und schon in den 1890er Jahren bauten sich die Bürger das imposante State Capitol, das wie eine Miniaturausgabe des Kapitols in Washington wirkt. Wen es als Tourist nach Denver verschlägt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fan von grandiosen Naturlandschaften. Ob die im Süden des Staates gelegenen gewaltigen Dünen im Great Sand Dunes National Park, die archäologisch bedeutsamen Felsbauten der Anasazi-Indianer im Mesa Verde Nationalpark oder der nur gut 90 Autominuten enfernte Rocky Mountain Nationalpark – sie alle spiegeln den amerikanischen Westen in seiner ganzen Vielfalt wider. Wer an einem sonnigen Tag auf dem Flughafen von Denver landet, sieht die bis in den Sommer hinein von Schnee bedeckten Gipfel der Rocky Mountains in greifbarer Nähe.

Für viele der etwa 600.000 Einwohner Denvers gehören Ausflüge in die Berge zur beliebtesten Freizeitbeschäftigung – sei es zum Wandern, Rafting, Reiten und Radfahren im Sommer oder zum Ski- und Snowboardfahren im Winter. Und so ist es kein Wunder, dass man auch in der schwulen Szene jede Menge Männer trifft, die es gerne raus in die Natur zieht – und das nicht nur während Amerikas ältester und größter schwulen Skiwoche im noblen und gut drei Stunden entfernten Wintersportort Aspen.

Neben dem Denver Pride Fest im Juni ist die Aspen Gay Skiweek das größte schwul-lesbische Event Colorados. Ein verlängertes Wochenende in Denver gibt dem Besucher nicht nur die Möglichkeit, sich nach der langen Anreise ein wenig zu akklimatisieren, sondern verschafft genügend Zeit, sich mit der Kultur des Wilden Westens ein wenig näher zu beschäftigen. So zeigt das Denver Art Museum in seinem von Stararchitekt Daniel Libeskind entworfenen Neubau nicht nur Ausstellungsstücke über die Kultur der amerikanischen Ureinwohner, sondern auch eine sehenswerte Kollektion über „Western American Art“ mit Kunstwerken vom 19. bis 21. Jahrhundert.

Ganz oben auf der „To Do“- Liste sollte in Denver ein Besuch bei Rockmount Ranch Wear stehen. Hier findet sich alles, was ein echter Cowboy braucht: Von ordentlichen Stiefeln über silberne Gürtelschnallen bis zu einer schier unendlich scheinenden Auswahl an Cowboyhüten in allen möglichen Farben und Formen. Geradezu Kultstatus haben die Rockmount Westernhemden – die Verwendung von Druck- statt Lochknöpfen geht auf Firmengründer Jack Weil zurück. Kaum ein Country- oder Rodeostar kann auf Rockmount-Hemden verzichten und auch für die Ausstatter des schwulen Cowboyfilms Brokeback Mountain waren die Westernhemden aus Denver die erste Wahl.

Wer wissen will, wie es um die Romantik bei schwulen Cowboys steht, schaut an einem Freitag- oder Samstagabend am besten im Charlie’s vorbei. Der schwule Country- und Westernclub ist genau der richtige Ort, um auf Männer zu treffen, die ihre Liebe für Linedance, Folk- und Countrymusik gerne ausleben. Hier trifft man Männer wie Kevin, der tatsächlich auf einer Ranch arbeitet und nebenbei auch noch Trucks fährt. Der blonde Mittzwanziger ist zudem Mitglied der Colorado Gay Rodeo Association, die jeden Sommer ein Rodeo im benachbarten Städtchen Golden veranstaltet. Auch Carl Schmidt II. schaut hier regelmäßig auf einen Drink vorbei. Sein Capitol Hill Mansion Bed & Breakfast liegt nicht nur wenige Minuten von den Szenebars in der Logan Street und dem Stadtzentrum entfernt, sondern gilt zudem als eine der besten B&Bs der Stadt. Das liegt zum einen an dem an ein kleines Schloss erinnerndes Gebäude selbst, zum anderen an der famliären Atmosphäre und einem herausragenden Frühstück, bei dem sich der Hausherr für seine Gäste täglich aufs Neue raffinierte Gerichte einfallen lässt.

Gut essen lässt sich auch rund um den Larimer Square am Ende der 16th Street Mall. Die Fußgängerzone reicht vom State Capitol bis zum Bahnhof, von dem ein Teil gerade zum Boutiquehotel umgebaut wird, und ist so etwas wie die Lebensader von Denvers Innenstadt. Nimmt man einen der kostenlosen Shuttlebusse, die die 16th Street im Abstand von wenigen Minuten auf- und abfahren, bis zur Kreuzung Larimer Street, sind es von dort nur ein paar Schritte zu Denvers schickem Boutique- und Restaurantviertel mit seinen viktorianischen Häusern.

Der sogenannte Bezirk LoDo (Lower Downtown) ist ein gelungenes Beispiel einer wiederbelebten Innenstadt, mit vielen Bars und neuen Boutiquehotels wie dem Oxford Hotel ist die Gegend unweit des Baseballstadiums ein beliebtes Ausgehviertel. Denvers alternative Kunst- und Kulturszene liegt dagegen noch ein paar Kilometer nördlich. RiNo (River North) heißt das neue Trendviertel nördlich des Platte Rivers, das über eine Brücke an der 15th Street gut erreichbar ist. Am besten erkundet man Denver übrigens mit dem Rad. Die Stationen von Denver B-cycle sind gut in der Stadt verteilt, eine Tagesmitgliedschaft kostet 8 Dollar. Dafür gibt es die ersten 30 Minuten pro Fahrt gratis, bis zur 60. Minute zahlt man einen Dollar. Bei dieser Art der Fortbewegung sieht man nicht nur viel, sondern trainiert gleichzeitig seine Fitness für die anstehenden Touren durch die Bergwelt der Rocky Mountains.

INFO

www.denver.org
Offizielle Website des Tourismusbüros von Denver mit vielen Infos, Tipps für Hotels, Restaurants, Sehenswürdigkeiten und die schwule Szene sowie einen Eventkalender.

www.outfrontonline.com
Denvers schwules Stadtmagazin findet man in Bars und Clubs und ist eine gute Informartionsquelle für anstehende Events.

ANREISE

Lufthansa fliegt täglich von Frankfurt nonstop nach Denver. Hin- und Rückflug kosten ab 730 Euro in der Economy und 2889 Euro in der Business Class. Auf USA-Specials der Website achten.
www.lufthansa.com

Vom Flughafen fahren Shuttlebusse nach Downtown Denver. Da Parkgebühren in den Hotel teuer sein können (ca. 20 bis 30 Dollar pro Tag), sollte man sich einen Mietwagen erst dann besorgen, wenn man die Umgebung erkunden will. Bei Alamo kostet eine Woche Mietwagen ab/bis Denver ab 163 Euro.
www.alamo.de

HOTELS

Capitol Hill Mansion (1207 Pennsylvania Street) Schwul geführtes Bed & Breakfast der Spitzenklasse. Gastgeber Carl kümmert sich rührend um seine Gäste und serviert in dem an ein kleines Schloss erinnernden Gebäude das beste Frühstück der Stadt, www.capitolhillmansion.com

The Brown Palace Hotel (321 17th Street) Das geschichtsträchtige Luxushotel liegt zentral neben der 16th Street Mall und gehört zur Autograph Collection der Marriott- Gruppe, www.brownpalace.com

Sheraton Downtown Denver (1550 Court Place) Großes, zentral gelegenes Hotel an der 16th Street Mall nahe dem State Capitol, www.sheratondenverdowntown.com

The Oxford Hotel (1600 17th Street) Stilvolles Boutiquehotel nahe dem Larimer Square, www.theoxfordhotel.com

Alle Szeneadresse gibt es im SPARTACUS INTERNATIONAL GAY GUIDE und der Spartacus App!

top hotels

The Worthington

Das Worthington Guesthouse, eine von Fort Lauderdales beliebtesten Ferienanlagen am Strand, bietet ein sehr gutes Preis-... weiter

Villa Ragazzi

Das Hotel in Montpellier ist nur für schwule Männer und ist in der Nähe des Schwulenstrands l'Espiguette gelegen. Neb... weiter

Axel Hotel Barcelona

101 Zimmer, 4 Suiten mit eigener Terrasse, Bar, Restaurant, Businessbereich, Konferenzräumen, 400m² Wellnessbereich mi... weiter

Spartacus Traveler Abo