Chicago

Beliebte Touristenattraktion: das Cloud Gate im Millennium Park  (Foto: choosechicago.com/Cesar Russ Photography)
Luxus pur: Das Peninsula Hotel an der Magnificent Mile (Foto: Peninsusla Hotels)
Blick auf die Skyline und den Chicago River (Foto: choosechicago.com/Cesar Russ Photography)
Die Buckingham Fountain am Lake Michigan (Foto: choosechicago.com/Cesar Russ Photography)
Beliebte Touristenattraktion: das Cloud Gate im Millennium Park  (Foto: choosechicago.com/Cesar Russ Photography)
Barmann im Restaurant Hearty Boys (Foto: Spartacus Traveler)
Regenbogenstele an der North Halsted Street (Foto: Spartacus Traveler)
Barmann im Spin (Foto: Spartacus Traveler)
Schwules Shopping: Die North Halsted Street (Foto: Spartacus Traveler)
Edles Shopping: Die Magnificent Mile (Foto: Spartacus Traveler)

Es ist ein Kompliment: Wer das erste Mal durch das Herz Chicagos, den von einer Hochbahn umringten „Loop“ läuft, fühlt sich wie in den Straßen Manhattans – nur dass es hier wesentlich sauberer, der Verkehr weniger hektisch und die Grundstimmung um ein vielfaches freundlicher ist. Den immerwährenden Vergleich mit New York ist Chicago, die Metropole des mittleren Westens gewohnt. Darauf angesprochen erhält man bestenfalls ein müdes Achselzucken. Die Bewohner der Stadt sind da sehr entspannt. Mit Recht. Es gibt kaum einen Bereich, in dem Chicago nicht mit dem Big Apple mithalten könnte. Da wäre als erstes die Skyline: Nach dem Großen Feuer, das im Jahr 1871 fast vier Quadratkilometer der Stadt und etwa 18.000 Häuser in Schutt und Asche legte, wuchs Chicago vor allem in die Höhe.

Nicht umsonst gilt die Stadt als Geburtsort der modernen Architektur, in der Louis Sullivan und die School of Chicago, Ludwig Mies van der Rohe und Francis llyod Wright ihre deutlichen Spuren hinterlassen haben. Von funktionalistischen Gebäuden des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts über Historismus, den International Style bis zur Postmoderne eines Helmut Jahns, des Architekturbüros SOM oder Frank Gehrys reicht das vielfältige Panorama, das man zu den schönsten der Welt zählen darf. Immer wieder ist man fasziniert vom Zusammenspiel der Baustile, sei es von einem der am Lake Michigan gelegenen Parks aus oder während einer Bootsfahrt auf dem Chicago River.

Zum Pflichtprogramm gehört dabei ein Ausflug auf das Skydeck des 527 Meter hohen Willis Tower, der erst im Mai 2013 vom neuen One World Trade Center in New York als höchstes Gebäude der USA auf Rang 2 verwiesen wurde. Von oben reicht der Blick bei guter Sicht bis zu 80 Kilometer weit über den Lake Michigan und tief hinein in die Prärie, eine besondere Attraktion sind aus dem Gebäude ragende Glasboxen, in denen man den Eindruck hat, über der Stadt zu schweben. Zurück auf dem Boden geht es Richtung Millennium Park mit seiner glänzenden Hauptattraktion. Seit 2006 steht dort das vom britischen Künstler Anish Kapoor entworfene Cloud Gate, eine bohnenförmige Skulptur aus nahtlosem Stahl, in der sich Chicagos Skyline sowie die staunenden Besucher verzerrt widerspiegeln. Weiter geht es gen Norden entlang der Michigan Avenue und über den Chicago River. Auf der anderen Seite ist die Avenue unter einem anderen Namen bekannt: The Magnificent Mile. Sie ist Chicagos Pendant zu Manhattans Fifth Avenue und ein wahres Shoppingparadies. Neben Luxusmarken wie Louis Vuitton, Ralph Lauren und Tiffanys finden sich hier die klassischen amerikanische Marken wie das Kaufhaus Macy’s, Nike, Brooks Brothers, Levi’s oder Abercrombie & Fitch.

Wer eher Kunst als Kommerz sucht, kommt in Chicago ebenfalls auf seine Kosten. Während das Art Institute of Chicago eine der bedeutendsten Sammlungen Nordamerikas beherbergt – darunter Ikonen der amerikanischen Moderne wie Grant Woods „American Gothic“ und Edward Hoppers „Nighthawks“ – ist das Field Museum ein Paradies für Naturkundefans. Mit 22 Millionen konservierter Organismen gehört das Museum zu den größten weltweit, was eine Besichtung innerhalb eines Tages beinahe unmöglich macht. Einen Superlativ ganz anderer Art findet man im nördlich von Downtown gelegenen Stadtteil Lakeview East. Hier, rund um die Hochbahnstation Belmont auf der North Halsted Street, schlägt das Herz von Chicagos schwuler Szene.

„Boystown“ ist jedem in Chicago ein Begriff, sei es wegen seiner kleinen Boutiquen, trendigen Restaurants oder dem überaus lebendigen Nachtleben. Viele Bars schließen hier am Wochenende erst um vier Uhr morgens, der endgültige Rauswurf folgt dann noch etwas später. Wer wissen will, was eine Gay Community in einer Stadt auf die Beine stellen kann, muss einfach im Center on Halsted vorbeischauen. Der moderne, helle Bau, in dessen Erdgeschoss die Biosupermarktkette Whole Foods eine Filiale betreibt, wurde 2007 eröffnet und dient verschiedenen Gruppen der schwul-lesbisch-queeren Community als Treffpunkt. An die 1000 Menschen kommen hier täglich vorbei, um die Einrichtungen wie Theatersaal, Café, Sportstudio und Bibliothek zu nutzen, auch die Dachterrasse ist ein beliebter Ort, um bei kostenlosem W-Lan mal eben seine E-mails zu checken.

Entlang der North Halsted Street findet sich eine Vielzahl von Cafés, Restaurants und Bars. Zu einer der beliebtesten gehört sicherlich Roscoe’s, vor deren Tür sich besonders am Wochenende jede menge Gäste drängeln. Auch die Minibar, ein kleiner, aber feiner Club oder die Stripperbar Lucky Horseshoe Lounge garantieren einen amüsanten Abend. Allerdings wäre ein Ausflug in Chicagos Szene nichts ohne einen Besuch im Sidetracks. Die Videobar gehört zu den größten Homobars der USA, die sich über mehrere Gebäude und Etagen, darunter eine Terrasse, verteilt. Durch eine geschickte Aufteilung der Räume mit eigenem Flair und Tresen, bleibt einem die kühle Stimmung einer Großraumdisco jedoch erspart – was die Kommunikation mit Einheimischen wesentlich erleichtert. Und wer beim Gespräch deutlich macht, dass New York gegenüber Chicago nicht mithalten kann, hat quasi schon gewonnen …

INFO

www.choosechicago.com
Offizielle Website des Tourismusamtes von Chicago mit zahlreichen Tipps.

ANREISE

SWISS fliegt täglich ab acht deutschen Flughäfen über Zürich nach Chicago. Hin- und Rückflug kosten ab ca. 784 Euro in der Economy Class. Aus USA-Specials der Website achten.
www.swiss.com

HOTELS

The Peninsula Chicago (108 E Superior Street) Das Luxushotel liegt direkt an der Shoppingmeile Michigan Avenue und dem John Hancock Center mit seiner Aussichtsplattform, bietet ein exklusives Ambiente sowie ein gutes Fitnesscenter mit großem Swimmingpool, www.peninsula.com

Hotel Lincoln (1816 N Clark Street) Zwischen Downtown und Boystown gelegenes Boutiquehotel mit Blick auf den Lake Michigan, www.jdvhotels.com

Alle Szenenadressen gibt es im SPARTACUS INTERNATIONAL GAY GUIDE oder der Spartacus App!

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